/Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Wall-Street eröffnet leicht im Minus – Abercrombie-Aktien sind gefragt

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Wall-Street eröffnet leicht im Minus – Abercrombie-Aktien sind gefragt


Wall Street

Händler an der New Yorker Börse.


(Foto: AFP)

New YorkDie Anleger an den US-Börsen haben sich in Erwartung frischer Impulse am Mittwoch mit ihren Engagements zurückgehalten. Bis es Neuigkeiten im Zollstreit zwischen den USA und China gebe, dürften sich die New Yorker Aktienmärkte seit- oder leicht abwärts bewegen, sagten Händler.

Die Handelsgespräche zwischen den USA und China werden nach US-Angaben gegenwärtig per Video-Chat vorangetrieben. Sie „liefen gut“, sagte US-Staatssekretär Ted McKinney vom Landwirtschaftsministerium. Gegenwärtig bestehe ein Großteil der Arbeit darin, „Worte auf Papier zu bringen“. Ein Termin für eine neue Reise einer US-Delegation nach China sei ihm nicht bekannt.

Zudem warteten Investoren gespannt auf die Veröffentlichung des Konjunkturausblicks der US-Notenbank am Abend (MEZ), das sogenannte Beige Book. Davon erhoffen sie sich Rückschlüsse auf die weitere Geldpolitik. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum frühen Nachmittag in New York 0,6 Prozent auf 25.646 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 verringerte sich um 0,6 Prozent auf 2771 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,8 Prozent auf 7513 Stellen.

Der Dax schloss am Mittwoch 0,3 Prozent im Minus bei 11.587 Punkten und der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent im Minus bei 3324 Zählern. Bei den US-Einzelwerten setzten die Aktien von General Electric (GE) ihre Talfahrt fort. Die Anteilsscheine des Siemens-Rivalen brachen um mehr als acht Prozent ein. Der Mischkonzern hatte zuvor mitgeteilt, dass der Cash-flow aus seinem Industriegeschäft in diesem Jahr negativ ausfallen dürfte.

Die Aktien von Abercrombie & Fitch sprangen 23 Prozent in die Höhe. Dank des Erfolgs ihrer Marke Hollister steigerte die Modefirma ihren Umsatz im abgelaufenen Quartal auf vergleichbarer Basis doppelt so stark wie erwartet und übertraf auch beim Gewinn Prognosen der Analysten.

Aus Enttäuschung über einen ausbleibenden Geldregen zogen sich Anleger bei Exxon Mobil zurück. Die Aktien des US-Ölkonzerns fielen 1,7 Prozent. Das Unternehmen will die Investitionen im laufenden Jahr um bis zu 17 Prozent auf 35 Milliarden Dollar steigern, um die schwächelnde Öl- und Gas-Förderung anzukurbeln. Die Kursreaktion der Exxon-Titel sei keine Überraschung, sagte Analyst Muhammed Ghulam vom Vermögensberater Raymond James. Schließlich machten in der Branche Aktionäre seit längerem Druck, dass die Firmen mehr Geld ausschütten sollten.

Erleichtert reagierten Anleger auf die Entscheidung von Aon, die Fusion mit dem Rivalen Willis Towers Watson abzublasen. Die Aktien des Versicherungsmaklers stiegen daraufhin um 4,3 Prozent. Towers Watson büßten dagegen 6,3 Prozent ein.

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